Rückblick auf die Praxiswerkstatt „Arbeit im Wandel" im Hause Mauser
Am Dienstag, den 22. September 2026, öffnete die Mauser + Co. GmbH in Ditzingen-Heimerdingen ihre Tore für die dritte Praxiswerkstatt der Veranstaltungsreihe „Arbeit im Wandel – Generationen verbinden. Zukunft gestalten." Personalverantwortliche und Geschäftsführende aus kleinen und mittleren Unternehmen der Region Stuttgart kamen ab 8:30 Uhr bei Kaffee zusammen, um sich einen Vormittag lang praxisnah mit dem demografischen Wandel und der generationenübergreifenden Zusammenarbeit auseinanderzusetzen.
Nach der Begrüßung durch Dr. Sabine Stützle-Leinmüller von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und Martina Schmeink vom Demografie Netzwerk (ddn), die die Veranstaltung in die Gesamtreihe einordneten, stimmte Agnese Lahr vom INQA-Netzwerkbüro die Teilnehmenden aktivierend auf das Thema ein. Beim „Generationen im Dialog" tauschten sich die Gäste unmittelbar zu ihren eigenen Erfahrungen und Erwartungen an die Zusammenarbeit der Generationen aus. Dabei wurde schnell klar, dass die Unterschiede zwischen den Generationen oft kleiner sind als gedacht, sie zu verstehen lohnt sich aber umso mehr.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete die geführte Betriebsbesichtigung: Geschäftsführer Daniel Mauser und Betriebsleiter Samuel Salzmann führten die Teilnehmenden durch die moderne Fertigung des Unternehmens. Im anschließenden Impulsvortrag aus der Unternehmenspraxis gaben die beiden Führungskräfte offen Einblick in ihr gelebtes Generationenmanagement. Im Mittelpunkt stand die Übergabe der Geschäftsführung von Georg Mauser an Daniel Mauser – ein Generationenwechsel, der nicht nur die Führungsebene, sondern das ganze Unternehmen vor Herausforderungen stellt. Besonders eindrücklich war dabei die Äußerung, dass die Kombination aus Vertrauen in die neue Generation und dem Wissen der erfahrenen Mitarbeitenden der Schlüssel für eine gelingende Übergabe ist.
Auch in der Mitarbeiterentwicklung setzt das Unternehmen gezielt auf den Austausch zwischen den Generationen: Durch Jobrotation in der Fertigung arbeiten junge, weniger erfahrene Mitarbeitende eng mit erfahrenen Expertinnen und Experten zusammen. So wird Wissen kontinuierlich weitergegeben, und beide Seiten lernen voneinander – ein Ansatz, der bei den Teilnehmenden regen Zuspruch fand.
Den wissenschaftlichen Impuls steuerte Dr. Nora Hampel von der Universität Hohenheim bei. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Wirtschafts- und Organisationspsychologie forscht zu Technologieakzeptanz sowie Diversität und Inklusion in Organisationen, mit einem besonderen Fokus auf das Thema Alter. An der Universität Hohenheim koordiniert sie das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt SAFEspace@Work, das psychologische Sicherheit und Diversität in der Interaktionsarbeit stärken will.
In ihrem Vortrag unterstrich Dr. Hampel, dass Altern und lebenslanges Lernen im Arbeitskontext keine Gegensätze sind, sondern zusammengehören. Unternehmen, die Lerngelegenheiten für alle Altersgruppen schaffen und psychologische Sicherheit fördern, können nicht nur Wissen besser sichern, sondern auch Innovationskraft und Arbeitsqualität nachhaltig erhöhen. Die Teilnehmenden nahmen daraus wertvolle Anregungen mit, wie sie diese Erkenntnisse in ihren eigenen Organisationen umsetzen können.
Beim Praxis-Café „Generationen verbinden", moderiert von Agnese Lahr, tauschten sich die Teilnehmenden in kleinen Gruppen zu konkreten Fragestellungen aus ihren Unternehmen aus. Themen waren unter anderem die Sicherung von Erfahrungswissen, die Gestaltung gelingender Übergaben und der Aufbau einer Kultur, in der sich alle Generationen einbringen und wertgeschätzt fühlen. Die offene und kollaborative Atmosphäre machte dabei deutlich: Die Herausforderungen sind in vielen Betrieben ähnlich und der Austausch untereinander ist oft schon der erste Schritt zur Lösung.
Den Vormittag beschlossen die Teilnehmenden mit einem gemeinsamen "Wrap-up" und Transfer, bei dem die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal gebündelt wurden. Beim abschließenden Imbiss bestand Gelegenheit, die neuen Kontakte zu vertiefen und offene Fragen im persönlichen Gespräch weiterzuverfolgen.
Die Veranstaltungsreihe „Arbeit im Wandel" geht weiter: Am 1. Dezember 2026 laden die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und das Demografie Netzwerk zur Abschlussveranstaltung „Reflexion & Transfer" nach Stuttgart ein. Dort werden die Ergebnisse der Reihe reflektiert und Impulse für die Umsetzung im eigenen Unternehmen gegeben. Die Teilnahme an allen Terminen ist willkommen, aber nicht verpflichtend, jeder Termin bietet eigenständige Impulse und Mehrwerte.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für den lebendigen Austausch und freuen uns auf die nächste Runde.
Fertigungsbeispiele






















